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Duo Songways: Die deutsche Altistin Julia Oesch wird international an Opernhäusern verpflichtet, wie z. B. in den USA, Italien, Frankreich, Spanien, Österreich und Deutschland. Ihre Partien schließen den Orfeo aus Orfeo & Euridice von Christoph W. Gluck oder den Hänsel aus Humperdincks Hänsel & Gretel ebenso ein wie die Rollen ihres Faches aus dem Ring des Nibelungen von Richard Wagner (z.B. Erda, Fricka, Waltraute). Künstlerisch richtungsweisend waren die Dirigenten Christian Thielemann, Seiji Ozawa, Gustav Kuhn und Christoph von Dohnányi. Bei bekannten Musikfestivals wird Julia Oesch als Opern- und Liedsängerin eingeladen, wie zum Beispiel an die Kammeroper Schloß Rheinsberg oder in die USA zum Tanglewood Music Festival und dem Ravinia Festival bei Chicago, in Österreich bei den Tiroler Festspielen in Erl, dem Richard Wagner Festival in Wels und den Salzburger Festspielen. In Frankreich sang sie beim Festival Aix-en-Provence.
Dem Konzertgesang fühlt sich Julia Oesch - neben ihren Opernaktivitäten - sehr verbunden. Außer der deutschen Liedliteratur singt sie französische und amerikanische Kompositionen. Ausgebildet wurde Julia Oesch am Dr. Hoch's Konservatorium in Frankfurt/ Main (Violine und Gesang), an der Musikhochschule Detmold und an der Boston University (Master of Music Diploma).
Eine Gesamtaufnahme des Rings von Wagner mit Julia Oesch liegt bei Arte Nova vor (Erda, Fricka, 1. Norne). Weitere Cds sind Verdis La Traviata (Annina) und Die ägyptische Helena (Elfe) von Strauss und Korngolds Die tote Stadt (Lucienne) als DVD.
Repertoire: Lieder von Samuel Barber, Leonard Bernstein, Georges Bizet, William Bolcom, Paul Bowles, Johannes Brahms, John Cage, Aaron Copland, Henry Duparc, Antonin Dvorak, Stephen Collins Foster, Charles Ives, Ernst Krenek, Hermann Reutter, Franz Schubert, Robert Schumann, Richard Strauss, Richard Wagner, Kurt Weill, Hugo Wolf u.a.
Kritiken: Das Kammerkonzert übertraf alle Erwartungen (Elisabeth Jost, Nahezeitung Idar-Oberstein)
Die seit kurzem neu angebotene Kammermusikreihe im Stadttheater der Stadt Idar-Oberstein bietet für jene Musikfreunde,
die das Außergewöhnliche schätzen, Sternstunden.So auch in der in Kooperation mit der Atlantischen Akademie Rheinland-Pfalz veranstaltete Liederabend mit der Mezzosopranistin Julia Oesch und dem Pianisten Jens Barnieck.
Ungewöhnlicher Gegenstand des eineinhalbstündigen Programms waren Vertonungen amerikanischer Poeten ... Vorbildlich hatte die Stadtverwaltung die von den Künstlern zugesandten Texte und deren Übersetzungen in einem umfangreichen Programmheft dem Publikum zur Verfügung gestellt, so dass das Konzert ganz ohne Moderation auskam.
...Mit julia Oesch stellte sich eine jener seltenen Künstlerpersönlichkeiten vor, die dank einer allen Ausdrucksnuancen gewachsenen, hervorragenden Stimmkultur dieses Konzert zum Schlüsselerlebnis werden ließ: mit kräftigem Stimmvolumen, mit feinst abgestufter Dynamik und in bester Artikulation verlieh sie den vorgetragenen Liedern eine unvergängliche Fassung. Im letzten Liederblock, den ‹Cabaret Songs› des 1938 geborenen William Bolcom mit komödiantischen Texten des 2005 verstorbenen Literaturprofessors Arnold Weinstein, erweiterte die ihre Ausdrucksskala durch Sprechen, Flüstern, auch szenisch eingesetzten Slapsticks, die das I-Tüpfelchen ihres Vortrages lieferten. Derartige sängerische Höchstleistungen können allerdings nur gelingen, wenn ein Pianist zur Verfügung steht, der jedes Detail so gut kennt wie ihr Begleiter Jens Barnieck: Er ist ein Klangfarben malender Zauberer am Flügel, der sich meisterhaft in die Reihe der weltweit bekannten großen Duopartner einreihen darf... diese außergewöhnlichen Künstler, die daher unbedingt nochmal engagiert werden sollten!›
Duo Rayon:Florian Juncker, Posaune: Studium an der Musikhochschule ‹Hanns Eisler› in Berlin und an der norwegischen Musikakademie Oslo.
Bereits
vor dem Studium war er Mitglied der Brass-Band der Benjamin Franklin Oberschule in Berlin, im Landesjugendorchester und Landesjugendjazz-orchester Berlin und Brandenburg, der Jungen Philharmonie Berlin und beriets vor dem Studium in der Jugend Allstar Big Band des HR. Konzerte führten ihn u.a. zu dem Luzern Festival, den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik, dem Warschauer Herbst‚ dem Festival ‚Ultraschall‘ (Berlin) und dem Festival Ostrava, Tschechien. Durch die Zeit als Stipendiat der ‹Internationalen Ensemble Modern Akademie› in Frankfurt, der ‹Villa Musica›, Mainz und in der langjährigen intensiven Zusammenarbeit mit dem Komponisten und Pianisten Hannes Zerbe haben sich seine Schwerpunkte im Bereich der Kammermusik und Neuen Musik vertieft. Neben zahlreichen Aushilfstätigkeiten widmet er sich intensiv der Arbeit mit eigenen Ensembles u.a. ‹Florian Junckers Horntribe›, dem Blechbläserquintett Boreas Ensemble und dem Duo Rayon mit dem Pianisten Jens Barnieck. Projektweise war er als Dozent des Education-Projektes der Berliner Philharmoniker und des Ensemble Modern tätig.
Repertoire: Neue Musik, Auftragskompositionen, Amerikanische Musik
Werke von John Cage, Orlando Garcia, Charles Ives, Richard Peaslee, Bruce Stark, Philip Wharton, u.a.
Kritiken: Ungewöhnliche Vortragsfolge (Die Rheinpfalz, Kaiserslautern: Reiner Henn)
‹Um Klangreize auszureizen, waren auch der Posaunist Florian Juncker und der Pianist Jens Barnieck im Theodor-Zink-Museum angetreten. In ihrer ebenfalls ungewöhnlichen Vortragsfolge intendierten sie eine Präsentation von amerikanischer Musik des 20. Jahrhunderts und stellten dabei den Komponisten Charles Ives in den Vordergrund. Daneben waren Gospels und Spirituals in einer konzertanten Fassung als Rhapsodie (B. Stark) im jazzigen Tonfall und ein Werk von Leonard Bernstein zu hören. Dabei zeigte die Posaune eine erstaunliche modulatorische Wandlungsfähigkeit des Tons, von der Bass- bis zur höchsten Tenorlage. Schließlich kamen noch verschiedene Anblastechniken und Dämpfer zum differenzierten Ausdruck hinzu. Begünstigt durch das subtil aufeinander abgestimmte Zusammenspiel entstanden lebendige Vorträge im Sog pulsierender jazziger Rhythmen.›
gefördert durch AndVision, Inc. Tokio, http://www.andvision.net/
Leseprobe:
So frei, wie Ives mit den Stimmen umgeht (ohne gegen die Stimme zu schreiben!), so frei ist er auch mit der Textauswahl seiner Gedichte. Im Lied Songs my mother taught me wiederholt er die erste Strophe. Der sich von Generation zu Generation fortsetzende Schmerz der Mütter über das Fortziehen ihrer Kinder ist sozusagen dargestellt in der Rondoform des Liedes. Bei dieser Komposition dachte Charles Ives erklärtermaßen an seine eigene Mutter. Es gibt kaum niedergeschriebene Erinnerungen an die Mutter, obwohl er in späteren Jahren respektvoll von ihr sprach. Auch Nachbarn und Freunde berichteten eigenartigerweise nicht mehr über sie, als dass sie einerseits eine wohl einfache Frau, zugleich aber intensiver Focus von Energie und Zielstrebigkeit in der Familie war. Großmutter Sarah Ives, die mit im Haus lebte, muss die eigentlich dominante weibliche Figur gewesen sein.Aus dem epischen Gedicht Grantchester, das eigentlich ‹The old Vicarage, Grantchester› (‹Das Alte Pfarrhaus, Grantchester›) heisst, wählte Ives, wie später auch bei The Housatonic at Stockbridge,nur eine Strophe aus. Der englische Dichter Rupert Brooke (1887-1915) hatte es in einem Anflug von Heimweh auf einer Deutschland-Reise geschrieben, daher der Untertitel ‹Café des Westens, Berlin 1912.› Rupert Brooke stammte aus einer angesehenen akademischen Famile. W. B. Yeats nannte ihn den bestaussehendsten Mann Englands, gut erzogen, athletisch, populär. Er führte ein reges gesellschaftliches Leben, was ihn veranlasst hatte, aufs Land nach Grantchester zu ziehen, um mehr Ruhe zu finden. Nach seiner Rückkehr aus Berlin (...and there are meads towards Haslingfield and Coton, where das Betretn’s verboten) fand er sein Zimmer vermietet und zog in das Nachbarhaus, ‹The Old Vicarage›, wo er weiterhin in regem Austausch mit seinem Freundeskreis lebte, der ‹Grantchester Group›, zu der neben Berühmtheiten aus Politik und Gesellschaft auch Dichterpersönlichkeiten wie Bertrand Russell, Augustus John, E. M. Forster, Maynard Keynes, Ludwig Wittgenstein, Virginia Woolf, und Edward Thomas gehörten.
In den Jahren 1913/14 besuchte er weite Teile Nordamerikas, meldete sich nach seiner Rückkehr 1915 auf ein Kriegsschiff und starb dort, 27-jährig an Blutvergiftung. Da das Lied Grantchester erst 1920 entstanden ist, bleibt Spekulation, ob Ives Brooke während dessen Aufenthalt in Amerika kennengelernt hat, oder erst nach dessen Tod, den Brookes Freunde zur Schaffung des Mythos vom gefallenen "golden warrior" nutzten, ihn zum Symbol für den unschuldig gefallenen, jugendlichen Apollo stilisierten.
gefördert durch die Atlantische Akademie Rheinland-Pfalz http://www2.atlantische-akademie.de/cms/
Resonanz auf Workshops
: ‹Ganz herzlich möchte ich mich bei der Atlantischen Akademie bedanken, die diesen Workshop ermöglicht hat. Herr Barnieck hat den Schülerinnen und Schülern (Grundkurs Musik, Jahrgangsstufe 11) einen kreativen, handlungsorientierten Zugang ermöglicht und sie dadurch zu einer Auseinandersetzung mit der noch fremden Thematik motiviert.
Der professionelle Vortrag verschiedener Beispiele der Klavierliteratur hat Neugierde und Offenheit geweckt. Die Hintergründe der verschiedenen Stilrichtungen hat Herr Barnieck schülergerecht erläutert, auf den noch geringen Kenntnisstand der Schülerinnen und Schüler konnte er sich einstellen, so dass weder Über- noch Unterforderung eintrat. Die Atmosphäre war – trotz des langen und anstrengenden Schultages – bis zum Schluss gespannt und konzentriert.
Ich bin als Musiklehrerin froh über die vielen Ansätze, die ich im Musikunterricht aufgreifen kann.›
Lisa Henn, OstR, Geschwister-Scholl-Gymnasium, Daun ‹Der Workshop von Herrn Barnieck an unserer Schule hat den Schülern sehr gut gefallen. Besonders die Nähe zum Interpreten und das Liveerlebnis ist bei der zeitgenössischen Musik sehr wichtig und hat die jungen Zuhörer fasziniert.›
Wolfgang Esser, OstR, Wilhelm-von-Humbold-Gymnasium, Ludwigshafen: ‹Auch im Namen meines Kollegen möchte ich mich herzlich für die beiden Workshops bedanken, die gestern an unserer Schule durchgeführt wurden. Die Schüler zeigten reges Interesse an den Ausführungen der beiden Referenten, Herrn Barnieck und Herrn Tönniesmann, die mit großem Engagement und vorzüglichem Englisch für Ihre Themen werben konnten.
Wir geben die positiven Erfahrungen gerne an unsere Kollegen weiter und hoffen, dass wir bald wieder von Ihren Workshops profitieren können.›
Christiane Hausding, Rheinzeitung Koblenz: ‹Amerikanische Musik steht bei Jugendlichen zwar hoch im Kurs, konzentriert sich jedoch eher auf den hitparadentauglichen Bereich der Unterhaltungsmusik. Im Allgemeinen eher unbekannt ist dagegen die experimentelle amerikanische Musik. Einen theoretischen wie auch praktischen Einblick in diese Art von Musik bekamen jetzt die rund 20 Oberstufenschüler des Hilda-Gymnasiums in einem englischsprachigen Workshop mit dem Pianisten Jens Barnieck.
...Auch die Schüler selbst dürfen ran, lernen etwa, die Saiten des Flügels auf verschiedene Arten zu streichen, zu zupfen und zu reißen und so Musik zu erzeugen. Und das kommt an bei den Schülern: ‚Ich finde es gut, dass wir selbst mitmachen dürfen‘, meint etwa Marie-Christin Sauer aus der 12. Jahrgangsstufe.
...Die Schüler lernen eben nicht nur jede Menge Interessantes über experimentelle amerikanische Musik und verbessern ganz nebenbei ihr Englisch, sondern haben auch jede Menge Spaß.›
Peter Karges, Rheinzeitung Koblenz: ‹Unkonventionelle US-Musik der 50er-Jahre ist keine leichte Kost, aber ein spannender Stoff für den Musikunterricht – Leistungskurse einmal anders›
Axel Grote, OStR, Rabanus Maurus-Gymnasium Mainz: ‹Vielen Dank für den interessanten Vortrag und Workshop an unserer Schule. Es hat mir gut gefallen, wie Sie die Schüler in die Arbeit einbezogen haben!›
Renate Müller, Private Hildegardisschule Bingen: ‹Die Rückmeldung auf diesen besonderen Morgen war auch von unseren Schülerinnen durchwegs positiv, sie fanden es sehr interessant und informativ. Vielleicht lässt es sich ja irgendwann einmal wiederholen.›
Franz Konrath, OStR, Leibnitz-Gymnasium Pirmasens: ‹Hiermit möchte ich mich für das Angebot der Atlantischen Akademie bedanken. Herr Barnieck vermittelte unseren Schülern der Oberstufe interessante Einblicke in die experimentelle amerikanische Musik des 20. Jahrhunderts. Die Teilnehmer erlebten eine gelungene Mischung aus Lehrgespräch, künstlerischer Darbietung und Gruppenarbeit, die unseren Musikunterricht bereicherte. Ich würde mich freuen, auch im nächsten Jahr wieder über die Angebote Ihres Hauses informiert zu werden.›
Festival ARTlantische Tage 1997, 1999, 2002, 2004
Aufgetretene Künstler: David Ambrose, American Voices (John Ferguson, director), Aura-Ensemble, Carlos Bica, Roland Blum, Bozzini Quartett, Kirk Brundage, Frank Dodge, Pim van Dros, Helmut Freitag, Isabelle Ganz, Marc-André Hamelin, Henriette Müller, J. Hatch, John Hurst, Leah Jacobson, Antonietta Jana, Janine Jansen, Tom Johnson, Vincent Kuypers, Sarah Leonard, Tobias Markutzik, Herwig Maurer, Mithras-Quartett, Peter Nelson, Julia Oesch, Kurt Ollmann, Philharmonisches Staatsorchester Halle, Christian Poltéra, Hans Rotman, Jürgen Scheib, Peggy Seeger, Jasper Soffers, Spectrum Concerts Berlin, USAFE Concert Band, The Voice of Praise Gospel Quartet, Joël Waterman, Christine Welch, Ensemble Weltblech, Max Wittges, Coco York

‹Spinet› ist ein von der Künstlerin Birgit Ramsauer entworfenes Projkt, in dessen Mittelpunkt das von ihr gestaltete Spinett der Firma Neupert, Bamberg steht, das durch die aufgetragenen Streifen aus fluoreszierend rotem, grünem, gelbem und pinkem Klebeband an Werke psychodelischer Kunst erinnert. Internationale Auftragskompositionen werden vergeben, die Aufführungen werden zu Installationen, zu denen ausübende Musiker, Tänzer und Sprecher ebenso werden wie der Lichtentwurf und die Foto- und Filmcollagen, die dazu gezeigt werden: Das Experiment Gesamtkunstwerk wird erlebbar.
http://www.birgitramsauer.net/works/works.htm (Menüpunkt ‹Spinet›)